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	<title>Schwabachbogen-Info</title>
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	<description>Gemeindeübergreifendes Informationsblatt – Regional ganz vorne!</description>
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		<title>Spurensuche</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 20:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>conzole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Jugendliche des Jugendclub Leuchturm in Dormitz erarbeiten ihre Dorfgeschichte Weltgeschichte, Landesgeschichte, die lokale Geschichte des Heimatortes – Geschichte kann äußerst spannend sein, erst recht, wenn sie sich vor der eigenen Haustür abspielt. Allerdings geraten viele Geschichten über die Vergangenheit in &#8230; <a href="http://www.schwabachbogen.de/leitartikel/spurensuche/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-492" title="Spurensuche in Dormitz" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2012/05/Spurensuche11.jpg" alt="Spurensuche in Dormitz" width="255" height="163" />Jugendliche des Jugendclub Leuchturm in Dormitz erarbeiten ihre Dorfgeschichte</p>
<p>Weltgeschichte, Landesgeschichte, die lokale Geschichte des Heimatortes – Geschichte kann äußerst spannend sein, erst recht, wenn sie sich vor der eigenen Haustür abspielt. Allerdings geraten viele Geschichten über die Vergangenheit in Vergessenheit, Zeitzeugen sterben, die Quellen verstauben. Gerade für die Jüngeren ist es deshalb wichtig, Geschichte immer wieder neu zu ergründen und sie lebendig zu halten.</p>
<p>Der Jugendclub „Leuchtturm” hat sich für sein 10jähriges Jubiläum im kommenden Jahr ein ganz besonderes Projekt ausgewählt: eine Zeitreise in die Dormitzer Vergangenheit. Die Jugendlichen erarbeiten eine bebilderte Geschichte ihrer Vorfahren in einer Zeitspanne von etwa 1875 bis 1965. Das Zeitfenster orientiert sich an der „Sekuepoche im Schwabachtal”, einer Sekundärbahn, die am 17. November 1886 ihren Betrieb aufnahm und am 16. Februar 1963 zum letzten Mal die Strecke zwischen Eschenau und Erlangen befuhr. „Wir schauen uns aber weit mehr als nur die Geschichte der „Seekuh” an, denn uns interessiert alles, was nicht bereits in Büchern und Chroniken veröffentlicht wurde”, so die Projektgruppe.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-496" title="Spurensuche in Dormitz" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2012/05/Spurensuche2.jpg" alt="Spurensuche in Dormitz" width="255" height="130" /></p>
<p>Die Projektarbeit haben 12 Dormitzer Jugendliche – 2 Mädchen und 10 Jungs – im Alter zwischen 16 und 21 Jahren in verschiedene Kategorien aufgeteilt. So forschen jeweils zwei Jugendliche die Bereiche Landwirtschaft, Kirche und Gemeinde, dörfliche Gemeinschaft, Kameradschaften und Vereine, Kriegserinnerungen, jüdische Mitbürger, Kirchweih, Brauerei, Wirtschaften, Lebensmittelläden und die Infrastruktur.</p>
<p>Die Idee für dieses Projekt entstand aus dem Bundesprogramm „Vielfalt tut gut – Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie”. Ein Programm, das geschichtliches Verständnis wecken will, und in dem Erleben und Verstehen der eigenen Dorfgeschichte und dem Leben der Großeltern und Urgroßeltern die Vergangenheit erklärt.</p>
<p>Begonnen hat die Arbeit vor gut zwei Jahren mit dem Sammeln und Zusammenbau von gebrauchten Computern, um Bilder und Texte zu speichern und sie für die Chronik aufzubereiten.</p>
<p>Anfangs wurde das Projekt von der Dormitzer Bevölkerung aber nicht so richtig ernst genommen. Auch die Jugendlichen wussten nicht genau, wo die Reise hingeht und wie sie endet. Aber aufgrund der vielen Einzel- und Gruppeninterviews sowie der permanenten Vorstellungen des Projekts bei den Dormitzer Seniorinnen und Senioren, nahm die Arbeit konkrete Formen an und man bekam ein klares Finalbild: eine Präsentation der geschichtlichen Spurensuche am 9. November 2012 in der Dormitzer MZH.</p>
<p>Die Jugendlichen sammeln alle Bilder, egal in welchem Format und in welcher Qualität. Sie sind die optischen Mosaiksteine der Chronik. Bilder, die Sie zur Verfügung stellen, werden nicht beschädigt. Sie werden vom Team gescannt (eine berührungsfreie Abtastung der Bilder zur Digitalisierung) und an die Eigentümer zurück gegeben.</p>
<p>Die Jugendlichen bitten alle Leser des Schwabachbogen, sie an ihren Erinnerungen teilhaben zu lassen. Helfen Sie mit Ihren Erinnerung und Ihren Bildern dass dieses Vorhaben gelingt.</p>
<p>Die Spurensuche begann in gemeindlichen, staatlichen und kirchlichen Archiven, auch Filmmaterial des Bayerischen Rundfunks wurde gesichtet und auch das Dokuzentrum in Nürnberg besucht. Zur Zeit steht man mit dem Preussischen Archiv in Berlin in Kontakt, in dem unbekanntes Filmmaterial über Dormitz und seine nähere Umgebung entdeckt wurde. Auch versucht man über ein eigends erarbeitetes Netzwerk von Zeitzeugen aus Ungarn und Amerika Informationen über ehemalige jüdische Mitbürger zu bekommen. Neben dem aufwendigen Recherchieren und Einscannen treffen sich die Jugendlichen auch wöchentlich ein bis zwei Mal im Tagungs- oder Loungraum des Landgasthofes „Grüner Baum” der Familie Kammermayer in Dormitz mit Seniorinnen und Senioren um Einzel- oder Gruppeninterviews zu führen.</p>
<p>Die Präsentation der Chronik wird nicht nur ein „Erzählen der Erinnerungen” sein, sondern eine aufregende und spannende Zeitreise durch die Dorfgeschichte mit viel Bild- Film- und Tonmaterial. So werden z.B. Filme der Fronleichnamsprozession aus dem Jahr 1939 gezeigt und die Funksprüche der Amerikaner und der Deutschen vom 16. April 1945 von den Jugendlichen nachgestellt.</p>
<p>Heimatgeschichte erforschen, fühlen und damit letztlich auch zu verstehen, das ist das Ziel der Projektarbeit.</p>
<p>Ludwig Schmitt, Fotos: SB.</p>
<p><strong>Vier Stimmen aus dem Projektteam:</strong></p>
<p><strong><em>Paulina Schilling</em></strong><br />
<em>Die Dorfchronik hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Ich fand die Idee von Anfang an super und es ist wirklich toll dabei mitwirken zu können. Was wir alles von der älteren Generation erfahren – durch unsere Meetings und Interviews – ist etwas ganz Besonderes und die meisten Leute haben diese Geschichten noch nie gehört. Deshalb ist es eine großartige Sache unsere Ergebnisse am 9. November zu präsentieren und somit an jüngere Generationen weiterreichen zu können, damit die Werte und die Wichtigkeit der damaligen Zeit nicht verloren gehen und wir stolz auf unsere Vorfahren sein können.</em></p>
<p><strong><em>Jonas Krappmann</em></strong><br />
<em>Anfangs konnte ich mir gar nicht vorstellen was für ein Aufwand es ist, eine Dorfchronik zu erstellen – doch Ludwig Schmitt konnte mich für dieses Projekt begeistern. Es ist sehr interessant die Geschichten der Menschen, welche die damalige Zeit miterlebt haben, zu erfahren. Nun opfere ich sehr gerne viele Stunden meiner wenigen Freizeit für dieses spannende Vorhaben und freue mich schon auf den Tag der Präsentation am 9. November.</em></p>
<p><strong><em>Florian Süss</em></strong><br />
<em>Mir gefällt das Erforschen die Geschichte unserer Heimat bisher sehr gut, weil man mit seinen Freunden oft zusammenarbeitet und dabei viel Spaß hat. Außerdem erfährt man viel über die alte Zeit und kann sich darüber selber ein Bild machen. Ich bin froh, dass ich mich nach anfänglicher Skepsis doch dazu entschlossen habe, bei dem Jugendprojekt mitzumachen.</em></p>
<p><strong><em>Florian Prokopy</em></strong><br />
<em>Ich freu mich an einem solchen einmaligen Projekt mitwirken zu dürfen, es ist natürlich sehr zeitaufwendig, aber es ist wahnsinnig interessant und man begreift, was unsere Eltern und Großeltern in der damaligen Zeit alles durchgemacht und wie sie gelebt haben.</em></p>
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