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	<title>Schwabachbogen-Info</title>
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	<description>Gemeindeübergreifendes Informationsblatt – Regional ganz vorne!</description>
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		<title>Braugeschichte</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 18:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>conzole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte des Neunkirchner Brauwesens ist aufs Engste mit dem Hochstift Bamberg verbunden, erfolgte doch die Gewährung der Brau-und Schankrechte durch die Bistumsverwaltung. Man kann davon ausgehen, dass schon Jahrzehnte vor der Markterhebung im Jahr 1410 das Brau-und Schankgewerbe in &#8230; <a href="http://www.schwabachbogen.de/leitartikel/braugeschichte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Die Geschichte des Neunkirchner Brauwesens ist aufs Engste mit dem Hochstift Bamberg verbunden, erfolgte doch die Gewährung der Brau-und Schankrechte durch die Bistumsverwaltung. Man kann davon ausgehen, dass schon Jahrzehnte vor der Markterhebung im Jahr 1410 das Brau-und Schankgewerbe in Neunkirchen größere Bedeutung erlangte. Schließlich galt es, die zu den Wochen- und Jahrmärkten herbeiströmenden Händler gut zu versorgen.<br />
<span id="more-675"></span>Die Braugeschichte in Neunkirchen am Brand wurde zum einen durch die vielen kleinen Hausbrauereien und zum anderen durch die Bürger mit großem realem Brau-und Schankrecht bestimmt. Nach Missernten aufgrund schlechter Witterung versuchte Propst Konrad Deigel die wirtschaftliche Situation des Klosters zu verbessern und begann am 3. November 1488 erstmals mit dem Bierbrauen im Stift. Zur Finanzierung der Befestigung des Ortes mit Mauern und Tortürmen wurde mit Genehmigung des Bischofs Veit Truchseß von Pommersfelden vom 15. November 1501 eine Verbrauchssteuer auf Getränke erhoben, das sogenannte „Umgeld”.<br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-676" alt="Brauerei Neunkirchen am Brand" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2013/05/BrauereiNK1.jpg" width="500" height="309" /><em>Brauerei Vasold &amp; Schmitt</em></p>
<p style="text-align: left;">Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts ging man dazu über, das Bier in professionell eingerichteten kommunalen Brauhäusern zu erzeugen. Vergärung und Lagerung erfolgte weiterhin im eigenen Keller. Um das Bier in den Sommermonaten kühl lagern zu können, wurden in Kleinsendelbach Felsenkeller gebaut. Die in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem Dreißigjährigen Krieg im Fachwerkstil erbauten stattlichen Wirtshäuser prägen noch heute unseren Ort. Das Brauen wurde in der frühen Neuzeit nicht als Handwerk, sondern als „bürgerliches Gewerbe” angesehen. Es war untrennbar mit dem Status der Gemeinde als Markt verbunden und wirkte identitätsstiftend.<br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-677" alt="Brauerei Neunkirchen am Brand" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2013/05/BrauereiNK2.jpg" width="500" height="349" /><em>Polstersche Brauerei in der Forchheimer Straße</em></p>
<p style="text-align: left;">In Neunkirchen hatte das Kommunbrauwesen fast vier Jahrhunderte lang Bestand und Bedeutung. Als Folge der Gründung von zwei Privatbrauereien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Kommunbrauhäuser für die Gemeinde unrentabel. Dies führte zunächst 1896 zur Außerbetriebsetzung des „oberen” und Ende der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts des „unteren” Brauhauses. Kurze Zeit existierten in Neunkirchen am Brand drei Privatbrauereien. Aber schon 1933, nach dem frühen Tod Johann Georg Hubmanns gab es nur noch die Brauereien Vasold und Polster, die sich mit ihrem Betriebsgelände jeweils außerhalb der Stadtmauern angesiedelt hatten.<br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-678" alt="Brauerei Neunkirchen am Brand" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2013/05/BrauereiNK3.jpg" width="500" height="297" /><em>Bierwagen von Vasold &amp; Schmitt</em></p>
<p style="text-align: left;">Einen guten Überblick über die Braugeschichte unseres Marktes bietet die Sonderausstellung im „Alten Bahnhof” anlässlich der Kulturtage 2013. Es bleibt zu hoffen, dass Neukirchers große, lange und vielfältige Brautradition nicht ganz zu Ende geht, war sie doch immer mit der Bedeutung, der wirtschaftlichen Stärke und dem Status des Marktes Neunkirchen am Brand auf das Engste verbunden.<br />
<img class="aligncenter size-full wp-image-679" alt="Brauerei Neunkirchen am Brand" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2013/05/BrauereiNK4.jpg" width="500" height="323" /><em>Das „obere” Kommunbrauhaus</em></p>
<p style="text-align: left;">Heinz Richter, Bürgermeister, Neunkirchen am Brand</p>
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		<title>Regensburg</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 19:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>conzole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Regensburg: Vor 350 Jahren die Wiege des ersten deutschen Parlaments Den Immerwährenden Reichstag in Regensburg sehen viele Historiker heute als Deutschlands erstes echtes Parlament. Zwischen 1663 und 1806 tagten in der bayerischen Donaustadt die Ständevertreter des Heiligen Römischen Reichs und &#8230; <a href="http://www.schwabachbogen.de/leitartikel/regensburg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Regensburg: Vor 350 Jahren die Wiege des ersten deutschen Parlaments</strong></p>
<p>Den Immerwährenden Reichstag in Regensburg sehen viele Historiker heute als Deutschlands erstes echtes Parlament. Zwischen 1663 und 1806 tagten in der bayerischen Donaustadt die Ständevertreter des Heiligen Römischen Reichs und entschieden im Auftrag von Kaiser und Herzögen über wichtige politische Weichenstellungen. In diesem Jahr wird der 350. Jahrestag der Entstehung des ersten deutschen Parlaments in der Donaustadt angemessen gefeiert.</p>
<p><span id="more-668"></span>Bis zur Einberufung des Immerwährenden Reichstags hatten sich der Kaiser und die Fürsten im Mittelalter noch in wechselnden Städten getroffen. Als man am 20. Januar 1663 in der ostbayerischen Donaustadt zusammenkam, um über die Bedrohung durch die Türken und offene Fragen aus dem Dreißigjährigen Krieg zu sprechen, zeigte sich aber, dass der vorgegebene Zeitrahmen für die Sitzungen nicht ausreichte. Der Reichstag wurde zur dauerhaften Einrichtung – für knapp 150 Jahre, von 1663 bis 1806.</p>
<p>Die Stadt Regensburg erinnert in diesem Jahr mit einer Vielzahl kultureller Veranstaltungen an die Zeit, in der die internationale Diplomatie und höfisch-barockes Leben in Regensburg einzogen und die Stadt zur echten Reichshauptstadt aufblühte. Die Stadt am nördlichsten Punkt der Donau kann sich deshalb heute auch als ein Wegbereiter des modernen Europa sehen. Denn in einer Zeit, in der in fast ganz Europa Monarchen herrschten, bot der Reichstag eine Plattform für politische Meinungsbildung, die ihrer Zeit damals weit voraus war – unter Einbindung von Gesandten aus dem gesamten Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation sowie 70 Gesandten umliegender europäischer Länder.</p>
<p>Die letzte Tagung des Immerwährenden Reichstags fand im März 1803 statt – mit der Annahme des Reichsdeputationshauptschlusses, der die Neuordnung des Reiches anordnete und der schließlich 1806 in der Auflösung des Reiches erfolgte. All dies waren Folgen der Niederlage Österreichs und Bayerns im Krieg gegen Frankreich.</p>
<p><img class="size-full wp-image-669 alignnone" alt="Reichssaal im Regensburger Rathaus" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2013/04/regensburg1.jpg" width="400" height="295" /></p>
<p>Der Reichssaal im historischen Regensburger Rathaus vor 350 Jahren<br />
und heute – als viel besuchte Touristenattraktion.</p>
<p><img class="size-full wp-image-670 alignnone" alt="Reichssaal im Regensburger Rathaus" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2013/04/regensburg2.jpg" width="400" height="281" /><br />
Danach zog der politische Zug der Zeit an der einstigen Reichshauptstadt Regensburg vorbei. Eine Chance, Mitte des 19. Jahrhunderts wieder zur Hauptstadt Deutschlands zu werden, wurde vertan: 1848 suchte die später gegründete Nationalversammlung einen neuen Sitz für die Zentralregierung. Regensburg schon im grauen Altertum Residenz deutscher Kaiser und Könige, später Reichsstadt, in der zu verschiedenen Zeiten Reichstage stattfanden, dann, nach dem Dreißigjährigen Kriege, Sitz des permanenten Reichstags war wieder im Gespräch, neben Frankfurt und anderen Städten.</p>
<p>Weil Bayern sich gegen die zentralistischen Tendenzen der provisorischen zentralen Reichsgewalt wehrte und Österreich sich zunehmend aus der deutschen Einigungsbewegung zurückzog, lag das einst zentral positionierte Regensburg plötzlich auch geografisch am Rand. Das hat sich erst jetzt im Zuge der europäischen Einigung geändert, die Regensburg wieder an die wichtige Schnittstelle zwischen den west- und osteuropäischen EU-Staaten rückte.</p>
<p>Eine Erfahrung aus dem früheren Regensburger Reichstag hat in den vergangenen Jahrhunderten alle Stürme der Geschichte überdauert und wird es wohl auch in Zukunft tun: Die Fähigkeit, „etwas auf die lange Bank zu schieben”, um nicht entscheiden zu müssen, beherrschten bereits die Gesandten im Reichstag. Dort soll die Redewendung entstanden sein. Unter den langen Bänken im heute noch zu besichtigenden alten Reichssaal gab es Truhen, bei denen mitgebrachte Akten unbearbeitet oft auf Nimmerwiedersehen verschwanden. Parallelen zur Jetztzeit sind kaum zu übersehen.</p>
<p>obx, Fotos: obx/Stadt Regensburg</p>
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		<title>Jean Paul</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Mar 2013 18:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>conzole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Bayreuth, Braunbier und Poesie    oder das anfangs wenig vergnügliche Leben des Schreibmeisterleins Johann Paul Friedrich Richter alias Jean Paul aus Wunsiedel im oberen Franken In Franken geht das lautlich wunderbar zusammen: Bier und Poesie. Bei Jean Paul alias „Schambbaul”, &#8230; <a href="http://www.schwabachbogen.de/leitartikel/jean-paul/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bayreuth, Braunbier und Poesie   </strong><br />
oder das anfangs wenig vergnügliche Leben des Schreibmeisterleins Johann Paul Friedrich Richter alias Jean Paul aus Wunsiedel im oberen Franken<br />
<span id="more-662"></span><img class="alignleft size-full wp-image-663" alt="Jean Paul" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2013/03/jeanpaul.jpg" width="300" height="651" />In Franken geht das lautlich wunderbar zusammen: Bier und Poesie. Bei Jean Paul alias „Schambbaul”, wie er manch‘ Einheimischem über die dialektisch-fränkische Zunge kommt, war beides im alltäglichen Schaffensprozess eng miteinander verquickt. Während seiner Bayreuther Jahre pflegte der Dichter sich zum Zweck des Schreibens von seiner lieben Familie zurückzuziehen und marschierte fast täglich in die vor der Stadt gelegene „Rollwenzelei”. In diesem Gasthaus verkroch er sich in sein einfach eingerichtetes Studierstübchen im Obergeschoß mit Blick auf das Fichtelgebirge, ließ sich von der dortigen Wirtin Dorothea Rollwenzel verköstigen, oft mit Hausmannskost, aber immer mit einigen Gläsern bitteren und braunen Bayreuther oder auch Kulmbacher Bieres. Ob zum Zweck der Inspiration oder aus der Macht der Gewohnheit heraus, muss wohl nicht alternativ betrachtet werden.</p>
<p>Diesem Bratkartoffelverhältnis &#8211; man könnte freilich auch von rein platonischer Symbiose reden – verdanken sich in ihrem Wortwitz und nicht zuletzt in ihrem überbordenden Ideenreichtum einige der phantasievollsten, aber auch umfangreichsten Werke der deutschen Literatur, die als „Ideen-Gewimmel” heute wie damals nicht immer leicht zugänglich sind.</p>
<p>Dieses Ritual, das Jean Paul pflegte, der alltäglich fußläufige Arbeitsweg über den Hofgarten via Königsallee zur gastronomisch betreuten Schreibwerkstatt – erscheint uns heute ein wenig schrullig oder skurril. Doch vielleicht hängt diese Seite seines Wesens mit der Herkunft aus der hohen Hofer Gegend zusammen, wo die Leute die meiste Zeit des Jahres vom böhmischen Wind heftig und kalt geföhnt werden und „Frühlingsbeginn”, der Tag seiner persönlichen Ankunft auf dieser Welt, nur als leeres Versprechen im Kalender steht.</p>
<p>Am 21. März also im Jahr 1763  wird er im oberfränkischen Wunsiedel als Sohn des Pfarrers Johann Christian Christoph Richter geboren und wird getauft auf den Namen Johann Paul Friedrich. Er wächst in ärmlichen Verhältnissen auf und – ideell begleitend – in der Furcht vor dem Herrn, wobei dieser Begriff in seiner doppelten Bedeutung zu verstehen ist: als (Ehr)-furcht vor der göttlichen Autorität und der des leiblichen Vaters, der stirbt, als der Junge gerade 16 ist. Bald zieht die Familie nach Joditz, dann nach Schwarzenbach an der Saale, nach dem Tod des Ernährers muss die Mutter, die vier Söhne durchzubringen hat, wegen Überschuldung die Wohnung räumen und sich in Hof einmieten. Dort geht der Junge aufs Gymnasium, wo er, der Besitzlose, von den Mitschülern ausgegrenzt wird. Als er 26 ist, ertrinkt sein jüngerer Bruder Heinrich, vermutlich in selbstmörderischer Absicht, in der Saale.</p>
<p>Ab 1781 studiert er in Leipzig Theologie, aber nicht sehr lange, bevor er, nach Tätigkeiten als Hauslehrer und Erzieher, als erster deutschsprachiger Literat den Schritt in die Selbstständigkeit als sogenannter „freier” Schriftsteller wagt und sich – als Hommage an den französischen Philosophen Jean-Jacques Rousseau – nun kurz und knapp Jean Paul nennt. Im Sommer 1793 unternimmt er seine erste größere Reise: Sie führt ihn, der aus einer Gegend kommt, wo die Ort Juchhöh, Siebenhitz, Schnarchenreuth oder Oberkotzau heißen, nach Bayreuth, Neustadt an der Aisch und nach Erlangen.</p>
<p>Die Enge seiner Heimat und die weite Welt der Ideen sind die Pole, zwischen denen sich sein Werk bewegt. Das Skurrile neben dem Idealisch-Romantischen, das „Tolle neben dem Schönen”, wie die sein Biograph Rolf Vollmann titelt. So heißen die Orte, in denen seine Geschichten spielen, „Kuhschnappel” oder „Krähwinkel”, seine Helden „Quintus Fixlein”, „Schulmeisterlein Wutz”, „Leibgeber”, „Schmelzle” oder „Siebenkäs”. Er schreibt Romane mit den Titeln „Flegeljahre”, „Hesperus”, „Der Komet” oder eine „Vorschule der Ästhetik”.</p>
<p>Bald avanciert er zum Erfolgsschriftsteller, zum Lieblingsautor insbesondere der zeitgenössischen Damenwelt, die ihn nicht nur als phantasievollen Schriftsteller mit gefällig romantisierender Attitüde verehrt. In Weimar, wo er von 1798 – 1800 lebt, belagern ihn bald die verwitweten oder fast geschiedenen Frauen und begegnen ihm ganz zufällig auf den nachmittäglichen Spaziergängen.</p>
<p>Über etliche Jahre hinweg wird Jean Paul zum meistgelesenen Autor des Landes. Mittlerweile berühmt geworden, schließt er in Weimar Freundschaft mit Johann Gottfried Herder, begegnet Schiller, der ihn allerdings als „wie vom Mond gefallenes Kuriosum” bezeichnet, begegnet Goethe. Die persönliche Zuneigung hielt sich in Grenzen zwischen dem großbürgerlichen Dichterfürsten einerseits und dem ein wenig seltsamen, kleinbürgerlichen Bierliebhaber aus irgendwo im obersten oder hintersten Franken. Auch die fachliche Wertschätzung war eine einseitige: Jean Paul verehrte Goethe und schickte ihm Manuskripte seiner Romane zu, die dieser jedoch keiner Antwort würdigte.</p>
<p>Auch eine epochenmäßige Zuordnung ist der Literaturwissenschaft nur schwer möglich, Jean Paul passt nicht einfach in die Schublade Klassik und nicht in die der Romantik, – er hat seine eigene. Auch die höfische Gesellschaft von Weimar interessiert ihn einzig aus dem Grund, die höheren Stände kennenzulernen, um sie im Roman darstellen zu können. Persönlich hat er nicht den geringsten Ehrgeiz, in diese Kreise aufgenommen zu werden, wichtig ist ihm allein seine literarische Karriere. Auch sein Kokettieren mit den Damen der sogenannten besseren Kreise („Weiber die Menge” heißt das Kapitel bei de Bruyn) läuft auf diesem Hintergrund ab. Ein Jean Paul ist nicht korrumpierbar: weder durch krude Moneten noch durch weiblichen Liebreiz.</p>
<p>Während seines Aufenthalts im Winterhalbjahr 1800/01 in Berlin: der Königin Luise, die ihn als Schriftsteller ungemein schätzt, wie er weiß, lässt er sogleich den ersten Band des „Titan” zukommen. Schon am nächsten Tag wird er eingeladen und ist entzückt von ihrer Schönheit.</p>
<p>Berlin feiert ihn, er ist auf dem Zenit seiner Karriere angelangt, auch die Stadt selbst, „dieses architektonische Universum” imponiert ihm, aber, schreibt er: „Diesem Juwel fehlt nur die Fassung, eine schöne Gegend.” Er vermisst die Hügel, Berge und Täler seiner fränkischen Heimat. So verlässt er die Stadt bereits nach einem halben Jahr in Richtung Meiningen, – aber als Ehemann, mit Karoline, der literarisch gebildeten Tochter des „Herrn Geheimen Ober-Tribunals-Rat Mayer”.</p>
<p>1803 zieht er nach Coburg, bevor er ab 1804 die letzten 21 Jahre seines Lebens in Bayreuth verbringt. Im außerfränkischen Ausland ließ er sich fassweise Bayreuther Bier zukommen, denn noch am 12. Februar 1802 schreibt er an seinen dortigen Freund Emanuel Osmund: „…sollte das Bier schon unterwegs sein (…) so bitt ich Sie herzlich, sogleich neues nach zu senden, weil der Transport vom Fass in mich viel schneller geht als von Bayreuth nach mir!” (!!)</p>
<p>Später bekennt er, dass ihn „Berge, Bücher und Bier“ nach Bayreuth gezogen hätten, obwohl von ihm auch die wenig schmeichelhafte Aussage überliefert ist, am meisten störe ihn an Bayreuth, dass dort viele Bayreuther lebten.</p>
<p>Auch Franken insgesamt kann ihm danken und ihn für sich reklamieren, denn seine ersten Reisen führten in von Bayreuth aus zunächst in nahe fränkische Städte: 1810 nach Bamberg, wo er E.T.A. Hoffmann begegnete (und vermutlich dem Bamberger Bier; auch Hoffmann war bekanntlich in kaum einer Hinsicht ein Kostverächter). 1811 nach Erlangen, wo er vier Wochen weilte. Dann 1812 nach Nürnberg, das ihm verwinkelt vorkommt im Vergleich zur prächtigen Bayreuther Markgrafenpromenade, dem Residenzplatz und dem Hofgarten. Erst in den letzten Jahren seines Lebens besucht er Frankfurt, Mannheim und Heidelberg (wo er auf Anregung Hegels den Ehrendoktor in Philosophie verliehen bekam), dann München (Mitglied der Akademie) und Dresden. Über das Fränkisch-Sächsisch-Thüringische Dreieck ist er Zeit seines Lebens kaum einmal hinausgekommen. Auch den Lago Maggiore, den er im Titan schwärmerisch-schwelgerisch schildert, hat er nie gesehen.</p>
<p>In seinen letzten Lebensjahren reiste Jean Paul noch zweimal nach Nürnberg, um ärztliche Hilfe für sein Augenleiden zu suchen. Noch in Meiningen hatte er geschrieben: „Sonderbar gesund bin ich, Dank dem Bayreuther Biere.“ In der Rollwenzelei „fing (er) am frühen Vormittag an mit Wein, streckte den Nachmittag mit Bier und hielt sich mit Arrak bei Kräften“, heißt es in einem Feuilletonartikel über Schambbaul. Solches pflegt auf Dauer nicht gut zu gehen, wie man ahnt. Bereits erblindet, stirbt er im November 1825. Günter de Bruyn schreibt in seiner Jean-Paul-Biographie: „Man feiert den Schriftsteller sehr, als man ihn zu Grabe trägt. Der beste Dichter ist der tote Dichter.”</p>
<p>Was bleibt? Was erinnert an ihn? Kann man Jean Paul heute noch lesen und verstehen, außer in Fachkreisen? Keine Antwort auf alles, nur dies: Bis zum Auftreten eines Richard Wagner war der Name Bayreuth, neben dem der Markgräfin Wilhelmine, in erster Linie mit dem Namen des Dichters verknüpft gewesen.</p>
<p>Jean Paul gilt auch als „Erfinder” vieler Begriffe, die noch heute in Gebrauch sind und uns über das Leben hin begleiten: In Deutschland kommt man mit Hilfe eines „Geburtshelfers” (bzw. dessen weiblicher Variante) zur Welt, lernt in der Schule, was „Gänsefüßchen” sind, geht vielleicht in eine „Leihbibliothek”, vermeidet nicht immer die „Fremdwörter” und lacht sich, obwohl man möglicherweise aus „Krähwinkel” kommt, vielleicht doch eine bessere „Ehehälfte” an, besser aber keinen „Doppelgänger”.</p>
<p>So bleibt am Ende noch die nicht unbedeutende Rolle der Rollwenzelei. Sie ist vermutlich die einzige Dichter-Gedenkstätte allenthalben, auf der ein altes Schankrecht ruht und wo eine leibhaftige Wirtin in der literarischen Fachliteratur gewürdigt wird. Jean Pauls Frau Karoline hatte schon 1818 über die Wirtin geschrieben: „… Sie liebt meinen Mann aus wahrem Gefühl seines Wertes, und sie wird mit ihm zur Unsterblichkeit gelangen.”</p>
<p>Der bodenständige und brunzbiedere Verbal-Schwadroneur und gleichzeitig Höhenluft atmende genialische Luft-Schiffer (verständlich nach einigen Halben) lebt nun, weit jenseits seines (ehemaligen) Krähwinkel-Landes, gewiss im Paradies, denn nach seinen Worten ist die Erinnerung das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann.</p>
<p>Friedrich Ritter (gekürzte Fassung), Foto: Svenni/<a title="Fotolia" href="http://www.fotolia.de">fotolia</a></p>
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		<title>Positive Bilanz</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Mar 2013 07:33:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>conzole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>

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		<description><![CDATA[BUND Naturschutz wird 100 Jahre jung Erfolge beim Schutz der Landschaft und ein starkes Mitgliederwachstum von zehn Prozent verzeichnet der BUND Naturschutz in seiner grünen Bilanz. „Auch wenn man von einer nachhaltig umweltgerechten Entwicklung noch weit entfernt ist, gehen wir &#8230; <a href="http://www.schwabachbogen.de/leitartikel/positive-bilanz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.schwabachbogen.de/leitartikel/positive-bilanz/#more-654" rel="attachment wp-att-657"><img class="alignleft size-full wp-image-657" alt="Logo Bund Naturschutz" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2013/03/BN_Logo.jpg" width="205" height="272" /></a>BUND Naturschutz wird 100 Jahre jung<br />
</strong>Erfolge beim Schutz der Landschaft und ein starkes Mitgliederwachstum von zehn Prozent verzeichnet der BUND Naturschutz in seiner grünen Bilanz. „Auch wenn man von einer nachhaltig umweltgerechten Entwicklung noch weit entfernt ist, gehen wir motiviert in das 100 Jubiläumsjahr unseres Verbandes”, so BN-Landesbeauftragter Richard Mergner.<br />
<span id="more-654"></span>Größte Erfolge 2012 waren die Fortschritte bei der Energiewende als Beitrag zum Klimaschutz und zum Atomausstieg, die Rettung des Reichswaldes bei Buckenhof vor der Südumfahrung Buckenhof, Uttenreuth und Weiher, die Rettung des Pegnitztales bei Henfenfeld und Ottensoos vor der seit ca. 30 Jahren umkämpften Umfahrung von Reichenschwand, das Urteil des Verwaltungsgerichtes Ansbach in Sachen Zaun am Oettinger Forst, der Schutz von zehtausenden Kröten, Fröschen und Molchen vor dem Verkehrstod und die Umweltbildung. Zum 40. Reichswaldfest des BN kamen 2012 so viele BesucherInnen wie nie zuvor und unterstrichen den Wunsch der BürgerInnen nach verstärktem Schutz des Reichswaldes.</p>
<p>„Immer mehr Bürgerinnen und Bürger erkennen, dass Naturschutz nicht nur die Heimat und Lebensqualität bewahrt, sondern auch Geld spart und Menschen- und Klimaschutz ist”, so Tom Konopka, Regionalreferent für Mittelfranken. „Natur ist wahrer Reichtum – das gilt gerade auch für Mittelfranken mit dem Reichswald, der Frankenhöhe, dem Steigerwald und vielen anderen landschaftlichen Highlights. Unser langer Atem beim Engagement für den Landschaftsschutz hat sich gelohnt, wie man angesichts der Erfolge bei den Straßenplanungen im Reichswald bei Erlangen und im Pegnitztal bei Reichenschwand sehen kann”, so Konopka.</p>
<p>2013 wird sich der BN weiter für die Energiewende, vor allem das Energiesparen und den Ausbau der Windkraft nach Plan, und für die Verkehrswende einsetzen, weg vom Neubau von Flughäfen und Straßen, hin zu Klimaschutz und Flächensparen. Die Jugendorganisation BUND Naturschutz bietet auch für junge Leute Mitmachaktionen wie Moorrenaturierung im Allgäu an und fährt zur Klimakonferenz nach Warschau. Daneben wird der BN seine Aktivitäten für eine bäuerliche, gentechnikfreie und ökologische Landwirtschaft verstärken.</p>
<p><strong>Atomausstieg und Energiewende</strong><br />
Die Aktiven des BUND Naturschutz beteiligten sich engagiert an den Aktionen für den Atomausstieg und die Energiewende. Bei vom BN organisierten oder unterstützten Mahnwachen und Kundgebungen zum ersten Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima forderten z.B. in Oberasbach und Neustadt/A. und bei den Großveranstaltungen in Gundremmingen und Mitterteich mehrere tausend TeilnehmerInnen aus Franken den schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft.</p>
<p>Mit einer großen Aktion zum Energiesparen begann das BN-Jahr in Nürnberg, wo alle mittelfränkischen Kreisgruppen gemeinsam mit einem Haus mit riesiger Mütze für Wärmedämmung warben. Kreisgruppen betreiben verstärkt Werbung für Wärmedämmung, im Nürnberger Land begann die Aktion „Heizungspumpentausch“. Über Besuche bei Vorzeigeprojekten wie Blockheizkraftwerken konnten viele Interessierte geschult werden.</p>
<p>Im Rahmen der Regionalplanung für Vorranggebiete für Windenergie wurden von örtlichen Aktiven Vorschläge für besonders geeignete Gebiete vorgelegt, andere wegen Landschaftsbildbeeinträchtigung aber abgelehnt. Dass die Energiewende vorankommt, gehört zu den großen Erfolgen des Verbande.</p>
<p>Bisher sind erst ca. 112 Windkraftanlagen mit 170,8 MW installierter Leistung in Mittelfranken realisiert (Quelle: Energie-Atlas Bayern), aber im Rahmen der Regionalplanung könnten es deutlich mehr werden. Damit ist Bayern auf dem Weg, seinen Strom zunehmend selbst und umweltfreundlich zu produzieren. Riesige Stromleitungen, wie sie in Franken drohen können dadurch größtenteils<br />
vermieden werden. Die damit verbundenen Landschaftseingriffe wären enorm.</p>
<p>Mit Sorge sieht der BUND Naturschutz den Versuch vor allem der FDP Wirtschaftsminister Martin Zeil und Philipp Rösler mit der Forderung nach Abschaffung des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) den Atomausstieg und die Energiewende zu blockieren. Der BUND Naturschutz wird daher die breite gesellschaftliche Allianz von Handwerksbetrieben bis zu Gewerkschaften wie der IG Metall für die Erhaltung der zentralen Bausteine des EEG im Jahr 2013 verstärken.</p>
<p><strong>Landschafts- und klimaverträgliche Mobilität</strong><br />
Weit entfernt vom Klimaschutz ist Franken im Bereich Verkehr. Der allermeiste Verkehr wird mit dem klimaschädlichen KFZ abgewickelt. Mit kreativen Aktionen und viel Know How agierten 2012 praktisch alle Kreisgruppen gegen den Neubau weiterer Straßen in dem von Bevölkerungsstagnation und -abnahme geprägten Regierungsbezirk. Die Prognosen des Landesamtes für Statistik deuten bis 2031 auf mittelfrankenweite Bevölkerungsabnahme um 1,4 % hin. Nur noch die Städte Erlangen, Fürth und Nürnberg und der Lkr. Erlangen-Höchstadt haben danach mit einem Wachstum zu rechnen.</p>
<p>Besonders umstritten sind weiterhin die Nordspange zum Flughafen Nürnberg, wo der BN 2012 zwar Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Bau einreichen musste aber zuversichtlich ist, den Reichswald bei Buchenbühl gemeinsam mit dem Bündnis „Nein zur Nordanbindung!” retten zu können. Auch die 450 Mio. € teure neue Stadtautobahn (Frankenschnellweg-Ausbau) hat den BN intensiv beschäftigt.</p>
<p>2013 wird den BN in Franken auch der geplante Bundesverkehrswegeplan beschäftigen, denn mit milliardenschweren Baumaßnahmen im Rahmen der Bundes- und Staatsstraßenplanung würde das KFZ-System weiter ausgebaut. Die vom Innenministerium im Spätherbst 2012 vorgelegte Liste „Vorauswahl erwogener Projekte“ umfasst allein in Mittelfranken 47 Projekte, darunter 19 neue Vorhaben.</p>
<p>Der BN unterstützt mögliche Bahnreaktivierungen und Projekte wie Car-Sharing. Als Zwischenerfolg sehr erfreulich waren die Beschlüsse in Nürnberg, Erlangen, Herzogenaurach, Buckenhof und im Kreistag Erlangen-Höchstadt für die Planung der Stadt-Umlandbahn.</p>
<p>Der geplante Verschwenk der S-Bahn Nürnberg-Bamberg im Knoblauchsland bei Fürth wird weiterhin vom BN abgelehnt. Hier ist es sehr erfreulich, dass die Stadt Fürth ihren Widerstand aufrechterhält.</p>
<p>Sowohl bei den Straßenbauplanungen als auch im Siedlungsbereich stellt der BN immer umweltfreundlichere Alternativen in den Vordergrund.</p>
<p><strong>Einsatz für eine bäuerliche, gentechnikfreie und ökologische Landwirtschaft</strong><br />
Die Großdemonstration in Berlin für die Agrarwende im Januar 2012 war der Auftakt anlässlich der Grünen Woche, aus allen Kreisgruppen Frankens waren Aktive dabei. Auch im Januar 2013 waren unter den 25.000 DemonstrantInnen wieder zahlreiche Bauern, Imker und Naturschützer aus Franken.</p>
<p>Die Initiativen für gentechnikfreie Lebensmittel werden ihre Aufklärungsarbeit fortsetzen. Unser Ziel bleibt, dass weiter kein einziger Acker in Franken mit gentechnisch verändertem Saatgut bestellt und auch bei den Futtermitteln Gentechnikfreiheit erreicht wird.</p>
<p>Im Jahr 2013 werden in München, Berlin und Brüssel entscheidende Weichenstellungen für oder gegen eine bäuerliche Landwirtschaft gestellt. Der BN wird dies in Franken zu einem Schwerpunkt der Arbeit machen.</p>
<p><strong>Bayerns Naturreichtum bewahren</strong><br />
Ob Einsatz für den Biber im Rahmen des BN-Projektes Biberberater, Pflege von Streuobstwiesen, das jährliche Tragen von tausenden Amphibien über Straßen im Frühjahr oder das Ringen gegen übermäßigen Streusalzeinsatz zum Schutz von Straßenbäumen – der BN ist praktisch in allen Bereichen des Biotop- und Artenschutzes aktiv. Laufende Projekte sind z.B. „Karpfen pur Natur”, „SandAchse Franken”, „Alte Obstsorten”, Bibererfassung, Gebäudebrüter, Mauersegler u.a.</p>
<p>Mit Eigentum und Pacht betreut und sichert der BUND Naturschutz inzwischen rund 3.200 Hektar schutzwürdiger Lebensräume verteilt über ganz Bayern. Damit knüpfen tausende im Artenschutz Aktive am grünen Netzwerk.</p>
<p>Mit der Vorlage des Entwurfs einer Verordnung für einen ersten fränkischen Nationalpark im nördlichen Steigerwald hat der BN die Diskussion um den notwendigen Schutz alter Wälder in Bayern weiter vorangebracht. Der Einsatz für ein Schutzgebiet wird ein weiterer zentraler Schwerpunkt des Verbandes im Jahr 2013 werden.</p>
<p><strong>Umweltbildung</strong><br />
Mit seinem Umweltbildungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene war der BN im Jahr 2012 wieder die größte „ökologische Volkshochschule” Frankens. Veranstaltungen wie z.B. die Kirschkerwa in Kalchreuth begeisterten wieder viele Menschen für den Erhalt von Natur und Landschaft. Laufende Projekte für Schulen sind derzeit z.B. „Klassenzimmer Natur” oder „Sehnsucht Wildnis”.</p>
<p>Der BN wird in allen Städten und Landkreisen Frankens auch 2013 wieder ein ambitioniertes Programm anbieten, um für Artenvielfalt und Naturschönheiten zu werben. Spaß und Naturerleben stehen dabei im Vordergrund. Die Kreisgruppe Neustadt/Aisch – Bad Windsheim wird dazu 2013 z.B. die Ausstellung „Die großen Vier &#8211; Vom Umgang mit Bär, Wolf und Luchs” präsentieren.</p>
<p>Über eine Million Stunden ehrenamtliche Arbeit haben die Aktiven in den 750 über ganz Bayern verteilten Orts- und Kreisgruppen für den Schutz von Mensch und Natur geleistet.</p>
<p>Wie in den letzten Jahren bleibt der BN auch 2013 das grüne Gewissen in Franken, ob beim Kampf für die schöne Landschaft oder um die besten zukunftsfähigen Konzepte.</p>
<p>Quelle: BUND Naturschutz</p>
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		<title>Rauchmelder</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2013 11:18:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>conzole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch Spürnasen riechen keinen Rauch im Schlaf Wenn wir uns schlafen legen, bekommt auch unser Geruchssinn seine verdiente Pause. Bei einem Brand in den eigenen vier Wänden kann diese eigentlich gesunde Körpereigenschaft aber fatale Folgen haben. Sicheren Schutz bieten Rauchmelder &#8230; <a href="http://www.schwabachbogen.de/leitartikel/rauchmelder/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="size-full wp-image-650 alignnone" alt="Rauchmelder" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2013/02/Rauchmelder.jpg" width="500" height="357" /></strong></p>
<p><strong>Auch Spürnasen riechen keinen Rauch im Schlaf</strong><br />
Wenn wir uns schlafen legen, bekommt auch unser Geruchssinn seine verdiente Pause. Bei einem Brand in den eigenen vier Wänden kann diese eigentlich gesunde Körpereigenschaft aber fatale Folgen haben. Sicheren Schutz bieten Rauchmelder – sie schlafen nie und erweisen sich als Lebensretter. Sie erkennen den Brandrauch frühzeitig, warnen die Bewohner und schenken so lebensrettende Minuten.</p>
<p><span id="more-646"></span><strong>Rauchmelder verhindern keine Brände, sondern retten Leben!</strong><br />
Rauchmelder warnen im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und sorgen für den nötigen Vorsprung, um sich in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr alarmieren zu können. Da bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch tödlich sein kann, ist ein Rauchmelder der beste Lebensretter in der Wohnung.</p>
<p>Der Mensch sichert sich gegen viele Unabwägbarkeiten des Lebens ab. Im Wagen legen die meisten Menschen ihren Sicherheitsgurt an, sie überqueren die Straßen nicht ohne nach rechts und links zu sehen und sie verschließen Nachts aus Sicherheitsgründen die Wohnungstür.</p>
<p>Bei aller Vorsicht verdrängen die meisten Menschen eine große Gefahr aus ihrem Bewusstsein: Den Wohnungsbrand. Jährlich brennt es in deutschen Haushalten bis zu 200.000 mal, dabei sterben knapp sechshundert Menschen und sechzigtausend Menschen entkommen mit nur knapper Not der häuslichen Brandfalle. Bei den Bränden entstehen jährlich Sachschäden bis zu zwei Milliarden Mark. Auslöser für die Millionenschweren Katastrophen sind oft Bagatellen. Umgefallene Kerzen, glühende Zigarettenkippen im Mülleimer, vergessene Herdplatten, defekte Elektrogeräte und Wärmestaus im Stand-by-Betrieb von Einbaugeräten. Besonders gefährlich sind Schwelbrände, deren giftige Dämpfe sich lautlos ausbreiten. Nachts haben die Opfer keine Chance, sie ersticken im Schlaf ohne aufzuwachen.</p>
<p>Durch das laute akustische Signal eines Rauchmelders werden alle Bewohner geweckt und gewinnen so wertvolle Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen. Rauchmelder sind nur so groß wie eine Kaffeetasse, batteriebetrieben und lassen sich problemlos an jede Decke schrauben. Das lebensrettende Gerät funktioniert nach dem photo-optischen Prinzip, bei dem durch die „Dunkelkammer” des Rauchmelders ein Lichtstrahl geschickt wird. Wenn der Lichtstrahl durch einströmenden Rauch unterbrochen wird, meldet sich das Gerät mit einem unüberhörbaren Signalton.</p>
<p><strong>Rauchmelder im Schrank?</strong><br />
Zu den wichtigsten Kriterien einer fachgerechten Installation gehört, dass ein Rauchmelder unter der Zimmerdecke, möglichst in der Raummitte montiert wird, dabei immer in waagerechter Position. Ein Rauchmelder im Schrank oder in der Schublade ist wertlos. Der verhängnisvollste Fehler ist Nachlässigkeit. Installieren Sie Ihre Rauchmelder daher am besten gleich nach dem Kauf ohne wertvolle Zeit zu verlieren.</p>
<p>Rauchmelder sollten mindestens in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren installiert werden. Eine Installation optischer Rauchwarnmelder in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf und Staub entsteht (Küche, Bad, Hobbykeller), ist hingegen zu vermeiden.</p>
<p><strong>Worauf Verbraucher beim Kauf achten sollten</strong><br />
Ein Rauchmelder soll Leben retten, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, mindestens 10 Jahre lang. Verbraucher sollten daher beim Kauf eines Rauchmelders auf die Qualität achten. Wichtige Qualitätsmerkmale sind z.B. Lithium-Batterien mit einer Haltbarkeit von bis zu 10 Jahren oder länger, eine Garantie mit 100%iger Rückverfolgbarkeit der Produkte zum Hersteller sowie ein wirksamer Schutz gegen Eindringen von Schmutz und Insekten.</p>
<p>Zur besseren Verbraucherorientierung gibt es seit letztem Herbst das neue „Q” in Verbindung mit den Prüfzeichen von VdS Schadenverhütung oder dem Kriwan Testzentrum: ein unabhängiges Qualitätszeichen für Rauchmelder, die für den Langzeiteinsatz besonders geeignet sind. Die Vorteile sind eine geprüfte Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen, erhöhte Stabilität und eine fest eingebaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer, um den regelmäßigen Batterieaustausch zu vermeiden.</p>
<p>Rauchmelder erhalten Sie im Schwabachbogenland bei Hass Haustechnik in Igensdorf-Pommer, Elektro Heid in Neunkirchen, Elektro Heinlein in Uttenreuth, Elektro Mehl in Hetzles, Elektro Monstadt und Elektro Schumm in Neunkirchen.</p>
<p><strong>Kleine Brände in der Entstehungsphase selbst löschen</strong><br />
Eine Löschdecke gehört in jede Küche. Glühende Herdplatten, übersättigte Filter in Dunstabzugshauben und Fettbrände explodieren, wenn mit Wasser gelöscht wird. Daher ist es wichtig, eine Löschdecke griffbereit zu haben, die kleinere Brände in der Küche relativ gefahrlos erstickt. Feuerlöscher, die Flammen mit Schaum oder Pulver ersticken, sollten gut erreichbar im Treppenhaus montiert und verlässlich gewartet sein.</p>
<p><strong>Der richtige Umgang mit möglichen Gefahrenquellen</strong><br />
Bei Elektrogeräten wie Heizstrahlern- und Lüftern ist zu beachten, dass keine Kleider oder andere Gegenstände darauf abgelegt werden. Beim Einbau von Geräten muss Platz zum Entweichen der warmen Luft eingeplant werden, um einen Hitzestau zu vermeiden. Einbaugeräte nie beim Verlassen der Wohnung oder nachts im Stand-by-Modus lassen. Heizdecken dürfen nur ganz ausgebreitet verwendet werden. Bei Wasserkochern und Kaffeemaschinen ist immer darauf zu achten, das genügend Flüssigkeit eingefüllt ist. Verschmutzte Isolierungen von Haushaltsgeräten, Mehrfachstecker oder unfachmännisch reparierte Elektrogeräte verursachen mitunter, dass der Strom sich neue Wege sucht (Kriechstrom). Ein FI Schalter (Elektrohandel) unterbindet die Stromzufuhr, sobald sich der Strom auf Abwege macht. Kinder zündeln gerne und unterschätzen dabei die Gefahren des Feuers. Mit Kindern sollte der Umgang mit Feuer in Anwesenheit der Eltern geübt werden. Feuerzeuge und Streichhölzer müssen verschlossen aufbewahrt werden.</p>
<p><strong>Wenn es trotz aller gebotenen Vorsicht doch zu einem Brand kommt, unternehmen Sie sofort folgende Schritte:</strong></p>
<ul>
<li>Ruhe bewahren</li>
<li>Türen und Fenster geschlossen halten</li>
<li>Alle Bewohner der Wohnung wecken und in Sicherheit bringen</li>
<li>Die Nachbarn verständigen</li>
<li>Von außerhalb des Hauses unter 112 die Feuerwehr rufen – Namen und Adresse nennen und sagen, was brennt und ob Menschen in Gefahr sind.</li>
</ul>
<p>Forum Brandrauchprävention, Foto: fotodrachenei/<a href="http://www.fotolia.com" target="_blank">fotolia.com</a></p>
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		<title>Ein Zeitdokument</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2013 16:15:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>conzole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Zeit werden im Fernsehen  und auch in den Zeitungen sehr viele Berichte über den 2. Weltkrieg veröffentlicht und auch kommentiert. Aus diesem Grund stellte uns ein Leser einen Brief zur Verfügung, den seine Mutter nach Kriegsende erhielt. Wir halten &#8230; <a href="http://www.schwabachbogen.de/leitartikel/ein-zeitdokument/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Zeit werden im Fernsehen  und auch in den Zeitungen sehr viele Berichte über den 2. Weltkrieg veröffentlicht und auch kommentiert. Aus diesem Grund stellte uns ein Leser einen Brief zur Verfügung, den seine Mutter nach Kriegsende erhielt. Wir halten diesen Brief für ein Zeitdokument, welches wir für unsere Leser zugänglich machen möchten.<br />
<span id="more-643"></span><br />
Oksb, den 14.9.1946</p>
<p>Werte Frau E.!</p>
<p>Endlich erhalte ich Ihre lieben Zeilen. Doch leider bringen sie mir keine Freude. Die Nachricht, dass Ihr lieber Gatte in Gotenhafen verstorben ist, scheint mir unfassbar. Ich verstehe sehr gut Ihren Schmerz werte Frau E. und kann Ihnen daher auch keinen Trost zusprechen. Doch meine aufrichtige Teilnahme will ich Ihnen auf diesem Wege bekunden. Ich will Ihnen liebe Frau E. auch meinen herzlichen Dank für die beigelegte Anzeige, da sie ja das Bild Ihres Gatte zur Erinnerung enthält.</p>
<p>Werte Frau E., ich will Ihnen nun gerne über die letzten Tage Ihres Gatten berichten. Drei Wochen habe ich Ihren Gatten gekannt. Wir hatten in Gr. Tuchen (Pommern) im selben Hause Quartier. Durch gemeinsame Feindesnot und zwar durch meine beiden Jungs wurden wir Freunde. Ihr Gatte half mir damals durch seinen gütigen Zuspruch meinen ersten Heimatschmerz zu verwinden. Er riß mich aus meiner Gleichgültigkeit indem Er für meine Jungs und meine Mutter sorgte, wenn die Angriffe kamen. Und als der Russe vor Gr.Tuchen stand, nahm er uns Flüchtlinge mit. So habe ich Ihren Gatten näher kennen gelernt Frau E. Fast kenne ich auch Sie. Denn Ihr Gatte sprach mir auch von Seiner Not. Er erwartete sehnsüchtig das Kriegsende um zu Ihnen und dem Jungen endlich heim zu kommen. Ich glaube er hat sehr darunter gelitten, dass er solange keinen Urlaub hatte. Er war sehr betrübt, dass er das Aufwachsen Seines Jungen nicht mit erlebte. Ich habe mich oft über die rührende Sorge meiner Jungen gegenüber gewundert. Die Antwort Ihres Gatten war: „Mein Junge ist in dem gleichen Alter und meine ganze Sorge ist, dass der Herrgott meine Familie davor bewahrt und das ist dann meine Belohnung. Das gütige Geschick hat Ihnen die Heimat erhalten doch Sie mussten Ihr liebstes Opfer bringen. Ja, Frau E. ich könnte Ihnen so vieles berichten doch der schriftliche Gedankenaustausch ist so schwer. Weil man alles nicht so widergeben kann. Ich weiß was Sie an Ihrem Gatten verloren haben. Ihr Gatte glich viel dem Charakter meines Mannes und daher waren wir uns auch so sympathisch. Wir freuten uns schon auf unser Wiedersehen nach dem Kriege. Denn ich wollte doch gerne die ganze Familie E. kennen lernen und Ihr Gatte meinen Mann.</p>
<p>Liebe Frau E., ich kann Ihnen nur soviel sagen, in den drei Wochen da ich mit Ihrem Gatten zusammen war, waren sein Hauptgespräch Sie und der Junge. Als wir in Gotenhafen waren, wurde Ihre Gatte den letzten Abend, ehe Er zum Einsatz kam, zur Schreibstube gerufen. Er wurde furchtbar nervös. Ich bat ihn den Grund seiner Erregung zu sagen. Er fürchtete ein Telegramm zu bekommen, darin steht, dass Sie unter Feindeinwirkung gelitten haben. Er ging dann schweren Herzens zur Schreibstube und kam dann heiter zurück, denn es war ein dienstlicher Auftrag. Am 15.3. früh kam Ihr Gatte zum Einsatz. Er ging so mutig. Denn der Einsatz sollte nur 5 Tage dauern. Die Einheit sollte ins Reich verschifft werden. Doch beim Abschied bat mich Ihr Gatte sofern es uns gelingt aus Gotenhafen zu kommen, Ihnen doch zu schreiben wo er sich befindet. Ebenfalls sollte ich auch seine Eltern und die Schwester Frau Kirchner herzlich grüßen. Denn ich glaube Frau Kirchner hat Ihr Gatte auch sehr gerne gehabt. Am 18. 3. ist Ihr Gatt dann leicht am Arm verwundet worden, war dann aber noch kampffähig. Sein Kamerad und Beifahrer hatte eine Kopfverletzung, kam nach Gotenhafen zum behandeln und wohnte mit uns bis zum 25. 3. Der erzählte uns dann von dem tapferen Einsatz Ihres Gatten zum Schutz der Flüchtlinge. Am 19. 3. 1945 erfahren wir dann, daß Ihr Gatte schwer verwundet in Gotenhafen (Danzig) eingeliefert worden ist. Doch in dem Chaos konnte die Schreibstube nichts Bestimmtes erkunden.</p>
<p>Werte Frau E., ich weiß aber dass Ihr Gatte mit Herrn Hänig eine Verabredung traf, im Ernstfall die Familie zu benachrichtigen. Ich glaube Herr Hänig hatte auch Papiere Ihres Gatten. Wenn er sich noch nicht bei Ihnen gemeldet hat, dann hat er sicher keine Gelegenheit; d.h. wenn er noch lebt. Ich will Ihnen aber die Anschrift mitteilen, wohin die Familie des Herrn Hänig geflüchtet ist. Vielleicht wollen Sie sich dorthin wenden. Frau Maria Hänig, bei Scbmidt 2) Plaue/Havel, Kitzstraße. 25. Russ.Zone.</p>
<p>Ich weiß ja nicht ob Ih~e Familie noch da ist. Doch Sie können ja hinschreiben wenn Sie mögen. Mir tut es leid, daß ich nicht mehr Genaues in Gotenbafen erfahren habe, so könnte ich Ihnen es mitteilen.</p>
<p>Mir ist der Tod Ihres Gatten so unglaubwürdig. Und doch sind die Daten so überzeugend. Werte Frau E., können Sie mir das Lazarett mitteilen und den Namen des Arztes, der die schmerzliche Nacbricht gesandt hat. Ich kannte dort einige Ärzte. Ich wundere mich wie in diesem Wirrwarr noch zu Ihnen die Nachricht gekommen ist. Denn in Gotenhafen war die Hölle. Jede Waffe war dort zu Anwendung gekommen.</p>
<p>Eben fällt mir noch ein, dass diese drei Woche Ihr Gatte keine Nachricht von Ihnen hatte und schon sehr ungeduldig war. Ich glaubte immer, Ihr Gatte ist noch rechtzeitig ins Reich verschifft worden und Sie hätten schon viele gemeinsame glückliche Stunden hinter sich. Statt dessen ist das Schicksal so grausam mit Ihnen verfahren. Warum nur?</p>
<p>Sie haben Recht Frau E., wer Ihren Gatten gekannt hat, weiß was Sie an Ihm verloren haben. Trotzdem ich Sie persönlich gar nicht kenne, bin ich in diesen Tagen sehr viel mit meinen Gedanken bei Ihnen. Ich wünschte mit meinen Zeilen die Güte Ihres Gatten ein wenig an Ihnen abzutragen. Ich freue mich aber, dass Sie mit Ihrem Jungen den Krieg gut überstanden haben. Sicher geht Er schon zur Schule und ich wünsche Ihnen viel Freude an Ihm.</p>
<p>Unser Schicksal ist für uns so ungewiss. Wer weiß, wann wir einmal aus dem Lager kommen und nach Deutschland dürfen. Vielleicht wird dann auch mein Mann aus Gefangenschaft kommen und die Sonne ist dann endlich auch vor unserer Tür.</p>
<p>Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören und wünsche Ihnen und Ihrem Jungen alle Gute, ebenso meine Angehörigen.</p>
<p>Ihre Irma Hoffmann.</p>
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		<title>Notrufnummer</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2013 16:13:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>conzole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich: 112 als einheitliche Notrufnummer für ganz Bayern Die Regulierungswut der EU-Bürokraten ist legendär. Jahrzehnte hat es allerdings gedauert, bis die Beamten in Brüssel eine wirklich sinnvolle Vereinheitlichung auf den Weg brachten: eine europaweit in allen EU-Ländern gültige Notrufnummer. Jetzt &#8230; <a href="http://www.schwabachbogen.de/leitartikel/notrufnummer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich: 112 als einheitliche Notrufnummer für ganz Bayern</p>
<p>Die Regulierungswut der EU-Bürokraten ist legendär. Jahrzehnte hat es allerdings gedauert, bis die Beamten in Brüssel eine wirklich sinnvolle Vereinheitlichung auf den Weg brachten: eine europaweit in allen EU-Ländern gültige Notrufnummer. Jetzt ist es soweit. Wo immer man auf dem Kontinent unterwegs ist: Mit der 112 erreicht man die nächste Notrufzentrale. Derzeit einzige Ausnahme: der Raum Amberg-Sulzbach und Schwandorf in der Oberpfalz.<br />
<span id="more-641"></span>Schlüssel des künftigen Rettungsnetzwerks im Freistaat sind 26 neue Rettungsleitstellen. Grundlage ist ein Gesetz, das der bayerische Landtag bereits vor mehr als 10 Jahren beschlossen hat. Ziel dieses Gesetzes war es unter anderem „die Qualität und Effizienz der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr für die hilfesuchende Bevölker” zu verbessern. Die erste dieser Einsatzzentralen wurde 2006 eröffnet. Sämtliche Leitstellen sind mittlerweile in Betrieb – mit Ausnahme der Leitstelle in Amberg. Sie soll im Herbst 2013 eingeweiht werden.</p>
<p>Die Leitstellen sind landesweit über ein exklusives Datennetz miteinander verbunden. Jede Leitstelle ist für drei bis vier Landkreise und Städte zuständig. Erstmals seit dem zweiten Weltkrieg wurde mit dem neuen System die Trennung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienstalarmierung aufgebrochen.</p>
<p>Europaweit können über die einheitliche Notrufnummer 112 künftig rund um die Uhr Feuerwehr und Rettungsdienst angefordert werden – aus allen Telefonnetzen vorwahl- und gebührenfrei. In Bayern wird der Notruf unter dieser Nummer zur jeweils zuständigen der 26 integrierten Rettungsleistellen geleitet.</p>
<p>Größtes Problem, so das bayerische Innenministerium: Viele Millionen Euro wurden im Freistaat in das neue High-Tech-Rettungssystem investiert, aber noch immer weiß in Europa gerade mal ein Viertel der Menschen, dass es die zentrale Notrufnummer gibt. „In Bayern ist die Bekanntheit der Notrufnummer 112 als nationale Notrufnummer zwar deutlich höher als in anderen Ländern”, so das Ministerium. „Unser Ziel ist es aber, dass jede Bürgerin und jeder Bürger diese lebenswichtige Nummer kennt und weiß, dass die Notrufnummer 112 nicht nur in Bayern und Deutschland, sondern europaweit der schnellste Weg ist, Hilfe zu erhalten.”</p>
<p>Klingt gut, doch ein gutes Zahlengedächtnis brauchen die Bürger im Freistaat trotzdem auch künftig. Die Vereinheitlichung hat auch ihre Grenzen. So ist die Polizei auch in Zukunft unter der Notrufnummer 110, die Bundespolizei unter 08 00 / 6 888 000 und der Ärztliche Bereitschaftsdienst bayernweit unter 116 117 erreichbar &#8211; wenigstens sind auch diese Anrufe gebührenfrei.</p>
<p>obx-BayernReport</p>
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		<item>
		<title>Élysée-Vertrag</title>
		<link>http://www.schwabachbogen.de/leitartikel/elysee-vertrag/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2013 11:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>conzole</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitartikel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.schwabachbogen.de/?p=634</guid>
		<description><![CDATA[50 Jahre deutschfranzösische Freundschaft „Wir sind stolz, Sie zu Gast zu haben”, sagte die Bundeskanzlerin zur Begrüßung und hob die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft hervor. Ohne diese wäre die deutsche Einheit nicht möglich gewesen, so die Kanzlerin. Merkel erinnerte auch &#8230; <a href="http://www.schwabachbogen.de/leitartikel/elysee-vertrag/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>50 Jahre deutschfranzösische Freundschaft</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-635" alt="ElyseeVertrag" src="http://www.schwabachbogen.de/wp-content/uploads/2013/01/ElyseeVertrag.jpg" width="255" height="179" />„Wir sind stolz, Sie zu Gast zu haben”, sagte die Bundeskanzlerin zur Begrüßung und hob die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft hervor. Ohne diese wäre die deutsche Einheit nicht möglich gewesen, so die Kanzlerin.</p>
<p>Merkel erinnerte auch an den ehemaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer. Dieser hatte die deutsch-französische Freundschaft mit einem Baum verglichen, für dessen Pflanzung erst ein Gelände voller Leid geräumt werden müsste.<br />
<span id="more-634"></span>„Heute können wir sagen, dass daraus ein Baum der deutsch-französischen Freundschaft geworden ist”, und das ist alles andere als selbstverständlich.”</p>
<p>So die Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Begrüßung des französischen Präsidenten François Holland zur gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Nationalversammlung zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages.</p>
<p><strong>Der Élysée-Vertrag</strong><br />
Der als Élysée-Vertrag bezeichnete deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet. Aus dem Willen einer deutsch-französischen Annäherung heraus ist 1957 infolge des Schuman-Adenauer-Plans vom 9. Mai 1950 zur Gründung der EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) und zur Schaffung eines gemeinsamen Marktes die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft entstanden. Das Dokument war ursprünglich nicht in der Form eines Vertrags geplant, sondern sollte eine einfache schriftliche Auflistung der Achsen sein, auf die sich beide Länder zur Entwicklung ihrer Zusammenarbeit geeinigt hatten.</p>
<p>Dieses Abkommen über die deutsch-französische Zusammenarbeit hat die beiden Nachbarn in Europa nach langer „Erbfeindschaft” und verlustreichen Kriegen seitdem immer mehr zusammengeführt. Der Vertrag verpflichtet beide Regierungen zu Konsultationen in allen wichtigen Fragen der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik. Ebenso wurden Treffen auf Regierungsebene in regelmäßigen Abständen beschlossen. Auf französischer Seite war François Seydoux de Clausonne, auf deutscher Seite Adenauers außenpolitischer Berater Horst Osterheld wesentlich am Zustandekommen des Vertrages beteiligt.</p>
<p>Für zwischenzeitliche Verstimmung sorgte die Präambel, die dem Vertrag von deutscher Seite vor der Ratifizierung hinzugefügt wurde. Darin erklärten die Deutschen ihre enge Bindung an die USA und den Willen zur Aufnahme Großbritanniens in die EWG. De Gaulle hingegen verfolgte das Ziel, mit Hilfe der Bundesrepublik Deutschland die Position Europas gegenüber den USA zu stärken und auszubauen, also die Bedeutung der USA zu schwächen.</p>
<p>Der Vertrag trat nach Unterzeichnung am 2. Juli 1963 in Kraft. Ihm folgte am 5. Juli 1963 das Gründungsabkommen für das Deutsch-Französische Jugendwerk. In der Folgezeit entstanden zahlreiche Städtepartnerschaften sowie Partnerschaften zwischen Schulen und Vereinen.</p>
<p>1988 setzten Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Staatspräsident François Mitterrand in Ergänzung des Vertrages Räte für die Abstimmung von Verteidigungsinteressen (Deutsch-französischer Verteidigungs- und Sicherheitsrat) und der Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik ein. Seit 2001 finden darüber hinaus infolge des „Blaesheim-Abkommens“ die Treffen zwischen beiden Regierungschefs auf 6- bis 8-wöchentlicher Basis statt.</p>
<p>Am 22. Januar 2003, zur 40-Jahr-Feier der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags, fand das erste Treffen des Deutsch-Französischen Ministerrates statt. Es gab eine gemeinsame Sitzung der Assemblée nationale und des Deutschen Bundestags in Versailles und ein Beauftragter für die deutsch-französische Zusammenarbeit in beiden Ländern wurde erstmals ernannt. 2003 wurde von Deutschland und Frankreich auch der gemeinsam finanzierte Deutsch-Französischer Fonds für Kulturprogramme in Drittländern, der so genannte Élysée-Fonds, geschaffen. Dieser Fonds fördert jährlich deutsch-französische Kulturprojekte mit maximal 25.000 Euro. 2011 standen ihm 460.000 Euro zur Verfügung.</p>
<p><strong>Gemeinsame Erklärung über die deutsch-französische Zusammenarbeit</strong><br />
In der Überzeugung, daß die Versöhnung zwischen dem deutschen und dem französischen Volk, die eine Jahrhunderte alte Rivalität beendet, ein geschichtliches Ereignis darstellt, das das Verhältnis der beiden Völker zueinander von Grund auf neugestaltet,</p>
<p>In dem Bewußtsein, daß eine enge Solidarität die beiden Völker sowohl hinsichtlich ihrer Sicherheit als auch hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung miteinander verbindet,</p>
<p>Angesichts der Tatsache, daß insbesondere die Jugend sich dieser Solidarität bewußt geworden ist, und daß ihr eine entscheidende Rolle bei der Festigung der deutsch-französischen Freundschaft zukommt,</p>
<p>In der Erkenntnis, daß die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern einen unerläßlichen Schritt auf dem Wege zu dem vereinigten Europa bedeutet, welches das Ziel beider Völker ist, mit der Organisation und den Grundsätzen der Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten, wie sie in dem heute unterzeichneten Vertrag niedergelegt sind, einverstanden erklärt.</p>
<p><strong>Die Feierlichkeiten</strong><br />
Mit einem Deutsch-Französischen Jahr und zahlreichen Veranstaltungen feiern Frankreich und Deutschland den 50. Jahrestag des Élysée-Vertrags. Denn die deutsch-französische Freundschaft ist der Motor der europäischen Einigung und betrifft uns alle. Höhepunkt war eine gemeinsame Sitzung beider Parlamente am 22. Januar in Berlin. Staatspräsident Francois Hollande war bei Bundespräsident Joachim Gauck und bei Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gast. Im Auswärtigen Amt trafen sich die Außen- und Verteidigungsminister beider Länder. Anschließend tagte der deutsch-französische Ministerrat im Kanzleramt.</p>
<p>Am Vormittag trafen die Außen- und Verteidigungsminister Deutschlands und Frankreichs, Guido Westerwelle und Laurent Fabius sowie Thomas de Maizière und Jean-Yves Le Drian, im Auswärtigen Amt zum Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat (DFVSR) zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen das Engagement für Mali, die Fortentwicklung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) in Europa sowie weitere aktuelle außenpolitische Themen.</p>
<p>Anschließend kamen die Minister beider Länder im Bundeskanzleramt zum Deutsch-Französischen Ministerrat zusammen. Bundeskanzlerin Merkel betonte im Nachgang die „dicht geknüpfte” Zusammenarbeit. Deutschland und Frankreich seien sich ihrer großen Verantwortung für Europa bewusst. So würden bis Mai gemeinsame Vorschläge für die Stärkung der Wirtschafts- und Währungsunion erarbeitet. Neben Europa wurde eine breite Themenpalette besprochen, von Bildung und Jugend über Kultur zu Landwirtschaft und Energie- und Klimapolitik. Auch aktuelle außenpolitische Themen wie die Lage in Mali wurden erörtert.</p>
<p>So voll war der Plenarsaal des Deutschen Bundestags selten wie zum 50. Élysée-Jubiläum, als Parlamentarier und Minister beider Länder im Bundestag eine gemeinsame Sitzung abhielten. Bundestagspräsident Norbert Lammert betonte, für die Zukunft Europas sei die deutsch-französische Verständigung unverzichtbar, gerade weil beide Länder „durchaus unterschiedliche Interessen, Traditionen und Vorstellungen haben.”</p>
<p>Auch Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Hollande hielten Reden. Merkel betonte, es sei wichtig, sich die Neugier auf den Nachbarn zu erhalten und diese von Generation zu Generation weiterzugeben. Denn man könne nicht jemanden per Vertrag verpflichten, sich für jemand anders zu interessieren. Hollande betonte, die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich schließe kein Land aus, sie sei offen. Gleichzeitig komme beiden Ländern eine besondere Bedeutung, etwa bei der Weiterentwicklung der Wirtschafts- und Währungsunion zu.</p>
<p>Außenminister Guido Westerwelle bezeichnete die deutsch-französische Freundschaft in einem Interview mit der Deutschen Welle als „ein wirkliches Juwel in unserem europäischen Schatz”. Was vor 50 Jahren, im Jahr 1963, begonnen wurde, „hat eine wirklich großartige Entwicklung genommen”, so Westerwelle. Gegenüber Deutschlandradio sagte Westerwelle, gerade die junge Generation dürfe die deutsch-französische Freundschaft nicht selbstverständlich nehmen. Man müsse sie, „wie es bei Freundschaften der Fall ist, jeden Tag neu erarbeiten”. Diese Freundschaft habe allen Freundschaften in Europa &#8220;ihre tiefe gesellschaftliche Verwurzelung&#8221; voraus, so Westerwelle im Gespräch mit dem Debattenmagazin &#8216;The European&#8217;.</p>
<p>Deutschland und Frankreich arbeiten in Europa und weltweit eng zusammen. Zahlreiche Projekte machen im Rahmen des Deutsch-Französischen Jahres den Geist und Mehrwert dieser deutsch-französischen Kooperation in Drittstaaten sichtbar.</p>
<p>Außerdem wird an über 50 deutschen Vertretungen im Ausland eine Ausstellung gezeigt, die den Weg der deutsch-französischen Verständigung darstellt. Die Aussöhnung zweier Länder und Völker, die sich zuvor als erbitterte Feinde in mehreren Kriegen gegenüberstanden, kann Anregungen geben für den Aufbau friedlicher und vertrauensvoller Beziehungen zwischen zwei Ländern.</p>
<p>Quellen: Auswärtiges Amt, ambafrace, wikipedia und andere, Bild: fotolia.de, nelos.</p>
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